VP Market Notes · 08
Von London nach Paris: Dynamik und Selektivität
Frieze London und Frieze Masters endeten mit 95.000 Besuchern und Vertretern von 426 Institutionen. Die Galerien meldeten Verkäufe in unterschiedlichen Preisklassen, darunter Michaël Borremans für 1,5 Millionen US-Dollar sowie aufstrebende Positionen zwischen etwa 4.000 und 30.000 Pfund. Dies sind Galerieangaben, kein geprüfter Gesamtumsatz der Messen.
Londoner Auktionen
Christie’s London erzielte mit seinen Abendauktionen 218,6 Millionen Pfund, 103 % mehr als beim entsprechenden Ergebnis 2025; 91 % der Lose wurden verkauft. Allerdings entfielen 107,5 Millionen Pfund auf eine einzige Privatsammlung und zwei Werke überschritten jeweils 25 Millionen Pfund. Das zeigt Dynamik, aber auch eine Konzentration auf außergewöhnliche Werke.
Als Nächstes: Art Basel Paris
Nun richtet sich der Blick auf Art Basel Paris vom 23. bis 25. Oktober mit 211 Ausstellern aus 41 Ländern und Territorien. Der französische Kunstmarkt erreichte 2025 geschätzte 4,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 9 %; die Messeteilnahme allein belegt jedoch keine künftige Nachfrage.
VP-Perspektive
Chancen können bei gut dokumentierter Nachkriegs- und Gegenwartskunst mit realistischer Preisgestaltung und glaubwürdiger institutioneller oder kuratorischer Geschichte entstehen. Spitzenergebnisse dürfen nicht automatisch auf kleinere Werke, andere Perioden oder Editionen übertragen werden.
Kunst kann die langfristige Vermögensdiversifikation ergänzen, bleibt jedoch illiquide. Echtheit, Provenienz, Zustand, Vergleichsverkäufe und Gesamtkosten sind sorgfältig zu prüfen; Renditen sind nicht garantiert.
Diese redaktionelle Notiz dient kulturellen und informativen Zwecken. Sie ist keine persönliche Finanzberatung und verspricht keine Rendite.